Daniel Craig musste sich viel anhören: Er sei nicht geeignet, den neuen Bond zu verkörpern. Die meisten Kommentare waren unqualifiziert und entbehrten jeder Grundlage („Ein blonder Bond-Darsteller geht gar nicht“). Die Wortspiele nahmen kein Ende, doch dann kam der 23. November 2006 und die neuste Geschichte des Britischen Geheimagenten kam in die Kinos. Darin geht es um einen jungen Bond, der noch so gut wie keine „Berufserfahrung“ hat. Erst als er in Prag zwei Menschen getötet hat, bekommt er die Lizenz zum Töten. Als ihm aber der Terrorist Mollaka (Sebastian Foucan) in Madagaskar entwischt, gibt es ersten Knatsch mit M (Judi Dench). Um seinen Fehler wiedergutzumachen wird Bond nach Montenegro geschickt, wo er gegen den Waffenhändler und Mathegenie „Le Chiffre“ (Mads Mikkelsen) Poker spielen soll. Und damit er nicht sinnlos Steuergelder verschwendet, wird ihm Vesper Lynd (Eva Green), eine Mitarbeiterin des Schatzamts, an die Seite gestellt. Aber aus der zuerst rein professionellen Beziehung entwickelt sich im ganzen Wirren eine tragische Liebesgeschichte, die Bond für immer verändern wird.

Zum Kinostart wurde die Produktion unter der Regie von Martin Campbell sowohl von Kritikern als auch vom Publikum mit Lob überschüttet. Und das mit Recht. Die Zeiten der überdrehten Bond-Filme der Pierce-Brosnan-Ära waren vorbei. Casino Royale lebt von der Rückbesinnung auf die eigentlichen Werte von Bond. Der Film ist rundum stimmig. Perfekter Bond-Darsteller, toughe Bond-Girls, böser Bösewicht (grandios: Mads Mikkelsen), hübsche Locations, perfekte Abwechslung zwischen Action und Handlung und vor allen Dingen: es fliegt nicht mehr alles in die Luft. Im Zentrum des Films überzeugt ein simples Pokerspiel und ist somit der Beweis, dass nicht immer alles in die Luft fliegen muss um Spannung beim Zuschauer zu erzeugen.

Der perfekte Bond-Film (6/6)

Und hier geht’s zum Trailer.

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