Der Mittdreißiger Brandon (Michael Fassbender) hat einen guten Job, eine schöne Wohnung, genug Geld auf dem Konto und Erfolg bei den Frauen. Aber hinter der Fassade steckt ein verzweifelter Mensch, der von Sex besessen ist. Er schaut sich Pornos an und bestellt sich eine Prostituierte nach der anderen aufs Zimmer. Als seine Schwester Sissy (Carey Mulligan) überraschend bei ihm einzieht, stört sie durch ihre chaotische Art seinen routinierten Tagesablauf.

Dieses Drama aus dem Jahr 2011 wurde von Regisseur Steve McQueen auf die Leinwand gebracht, der schon in seinem Regiedebüt „Hunger“ (2008) mit Fassbender zusammengearbeitet hat. McQueen lässt Brandon am Ende des Films genauso ratlos zurück wie den Zuschauer. Der Film bietet keine Lösung an und das ist auch gut so. Der Film lebt von der fantastischen Schauspielleistung von Michael Fassbender und von dem unglaublich epischen Soundtrack von Harry Escott, der zeitweise auch an Hans Zimmers Soundtrack zu „Inception“ erinnert.

Entweder man mag diesen Film oder man mag ihn nicht – das ist Geschmackssache. Aber ein „Dazwischen“ gibt es nicht. „Shame“ provoziert, schockt, unterhält, macht betroffen und gleichzeitig auch neugierig, verstört, und schafft es auf eindrucksvolle Weise aus Brandon kein Monster zu machen, sondern einfach nur einen süchtigen Menschen.

Aufwühlendes Drama mit einem hervorragenden Hauptdarsteller (5/6)

Hier gibt’s den Trailer zum Film.

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