Piscine Molitor Patel (Suraj Sharma), kurz genannt Pi, lebt mit seiner Familie in Pondicherry in Indien. Als sein Vater (Adil Hussain), der Zoodirektor, aufgrund von politischen Gründen nach Kanada auswandern möchte, entscheidet sich die Familie den Zoo zu verkaufen um dort ein neues Leben anzufangen. Bei der Überfahrt gerät der Frachter in Seenot und durch viel Glück überlebt Pi während seine Familie zusammen mit dem Schiff in die Tiefe sinkt. Pi hat keine Zeit um seine Familie zu trauern, denn im Rettungsschiff befinden sich der Orang-Utan Orange Juice, ein verletztes Zebra, eine hungrige Hyjäne und der Tiger namens Richard Parker. Bald schon treibt der Hunger die Tiere dazu sich gegenseitig anzufallen bis nur noch der Tiger übrig bleibt. Wie Pi diese Reise heil übersteht, wird in Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger erzählt.

Der Roman, der die Vorlage zu diesem Film liefert, stammt von Yann Martel und ist 2001 erschienen. Die filmische Umsetzung übernahm Regisseur Ang Lee, der hier zum 13. Mal Regie führte. Lee erzählt die Geschichte und schafft dabei Bilder, die sich auch als Desktop-Hintergrund eignen würden (hier ein Beispiel).

Hier und da zieht sich die Handlung etwas, allerdings ist das noch im ertragbaren Rahmen. Die Geschichte wird komplett durch den Newcomer Suraj Sharma getragen und glaubwürdig verkörpert. Dem Tiger, der computeranimiert wurde, sieht man es nur selten an, dass es kein echter Tiger ist. Die Biolumineszenz-Szenen erinnern ein bißchen an Avatar, was allerdings durchaus als Kompliment zu verstehen ist.

Ein Wort noch zu 3D. Es gibt Filme, bei denen eignet sich 3D überhaupt nicht und es gibt Filme, da ergibt es einen Sinn. Im Fall von „Life of Pi“ ist letzteres der Fall. Die Handlung wird durch 3D unterstützt.

Bildgewaltiges Märchen (5/6) 

Hier gibt’s den Trailer zum Film.

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