Tony Stark (Robert Downey Jr.) ist Waffenhändler. Seine Raketen und  Bomben finanzieren ihm einen luxeriösen Lebensstil. Bei der Demonstration der „Jericho“-Rakete geht allerdings einiges schief. Stark wird entführt und in ein Dreckloch gesteckt. Dort soll er für die Terroristen eine neue Bombe entwickeln, sonst würde er nicht überleben. Um die Splitter der explodierten Bombe von seinem Herz abzuwehren, trägt Tony Stark ein Gerät um den Hals, das anfänglich durch eine Autobatterie betrieben wird. Außerdem hat er nicht die Absicht, irgendwelche Raketen zu bauen, sondern entwickelt einen eisernen Anzug, der ihm bei der Flucht helfen soll. Die Flucht gelingt und Tony Stark kehrt zurück. Seine Assistentin Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) freut sich darüber, während Starks Geschäftspartner Obadiah Stane (Jeff Bridges) zähneknirschend die „Wandlung“ seines Kollegen bemerkt. Denn Tony Stark will nicht mehr Raketen für Terroristen bauen, sondern von nun an als Iron Man für Recht und Ordnung sorgen. Zusammen mit Kumpel Jim Rhodes (Terrence Howard), fängt Tony Stark an, seine eigenen Waffen zu vernichten. Sehr zum Missfallen von Obadiah Stane, der diesem fliegenden Ersatzteillager etwas entgegensetzen wird, das die Welt noch nie gesehen hat.

Comicverfilmungen tendieren dazu den Helden als Übermenschen zu zeichnen. Regisseur Jon Favreau zeigt aber, dass es auch anders geht. Im Grunde ist der Charakter des Tony Stark (hervorragend von Robert Downey Jr. gespielt) aber nur ein überaus talentierter, wenn auch arroganter, egoistischer Waffenhändler. Starks Assistentin Pepper Potts hält ihm unterdessen den Rücken frei, weil sie ihn ihren Boss verknallt ist, das aber nie offen zeigt, nimmt sie selbst die absurdesten Ideen und Aktionen von Stark kommentarlos hin und macht immer das, was ihr gesagt wird. Auch wenn so ein Charakter von Gwyneth Paltrow gespielt wird, rettet das nicht mehr viel. Ein bißchen mehr Einsatz und Paroli wären erfrischend gewesen. Jeff Bridges gibt den „Endgegner“ von Stark, spielt ihn aber zu eindimensional. Einfach nur Stark umzubringen (und dann noch so umständlich), weil er in der Firma nicht die Nummer Eins ist, ist nicht das Supermotiv.

Ein starker Hauptdarsteller, dessen Umfeld aber stark zu wünschen übrig lässt. (4/6)
 
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