Auf dem Internat Hailsham in England leben die Kinder Ruth (Keira Knightley), Kathy (Carey Mulligan) und Tommy (Andrew Garfield). Sie sind gezwungen sich gesund zu ernähren und Sport zu treiben; alles wird überwacht. Denn alle Kinder dort sind Klone und leben einfach nur aus dem Grund um irgendwann reichen  Menschen Organe zu spenden, bis zu ihrem eigenen Tod, bis sie „vollenden“. Es entwickelt sich über mehrere Jahre hinweg eine Dreiecksbeziehung zwischen ihnen, da Kathy in Tommy verliebt ist, Ruth ihr aber in die Quere kommt.

Jeder Mensch strebt in seinem nach dem perfekten Glück, nach der Vollkommenheit und Vollendung. In diesem Film ist Vollendung allerdings ein Euphemismus für das Sterben. Die drei Klonkinder wissen, was ihre „Aufgabe“ ist, sie sprechen über das Sterben als wäre es das Normalste von der Welt. Dennoch streben sie –  je älter sie werden – nach Individualität und hoffen auf ein langes Leben. Regisseur Mark Romanek schafft es in leisen Tönen die Ängste, Sorgen und Hoffnungen der drei Heranwachsenden zu zeigen ohne groß die Moralkeule „Klonen ist böse“ zu schwingen. Es geht ihm nicht darum die Vor- oder Nachteile des Klonens aufzuzeigen, sondern wirklich nur um die Betroffenen. Das Dreiergespann Kneightley-Mulligan-Garfield schafft es in eindringlicher Weise den Zuschauer zu fesseln.

Einige Fragen werden allerdings nicht geklärt: Woher kommen diese Kinder? Wer hat sie „gezüchtet“? Wer ist tatsächlich verantwortlich? Auf diese Fragen gibt der Film keine Antwort. Vielleicht soll er auch keine geben.

Ein leiser Film, der einen starken Eindruck hinterlässt. (5.5/6)

Trailer zum Film

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