Während einer Kunstauktion versuchen vier Räuber ein wertvolles Gemälde zu stehlen. Auktionator Simon Newton (James McAvoy) stellt sich ihnen mutig in den Weg und wird im Laufe der Ereignisse niedergeschlagen. Kurz darauf merken die Diebe, dass Simon das Bild vorher ausgetauscht haben muss. Simon kann sich allerdings aufgrund einer Amnesie nicht mehr daran erinnern, wo er das Bild versteckt hat. Bandenchef Franck (Vincent Cassel) zwingt ihn schließlich sich in Therapie bei der Hypnotiseurin Elizabeth Lamb (Rosario Dawson) zu begeben. Auf der Suche nach dem Bild verschwimmen aber irgendwann Realität und Traum.

Slumdog Millionär„-Regisseur Danny Boyle hat hier einen Mindgame-Movie par excellance abgeliefert. Mindgame-Movies (wie z.B. „Fight Club“ oder „Stay„) spielen per Definition mit dem Zuschauer, lassen ihn im Unklaren und verheimlichen wichtige Details. Im Verlauf des Films gibt es mehrere Wiederholungen, die das Geschehen ständig neu einordnen. Wenn man meint, man wüsste endlich, was geschehen ist, ist man sich bereits in der nächsten Szene nicht mehr so ganz sicher. „Trance“ funktioniert nicht zuletzt durch das fantastische Dreiergespann McAvoy-Dawson-Cassel unglaublich gut. Boyle schafft es in kurzer Zeit Spannung aufzubauen und diese auch bis zum Ende des Films zu halten.

Diskutierbar ist die Verwendung einer extrem wackelnden Kamera bei Kampfszenen. Dies kann man auf zweierlei Arten auslegen: entweder man sieht es als Stilmittel passend zum Titel oder es stört den Zuschauer. (das muss wohl jeder für sich entscheiden)

Zuschauer, die Filme wie Drive zu „blutig“ fanden, werden auch bei „Trance“ einige Male wegschauen müssen, denn es gibt einige Szenen, die entweder blutig oder schlichtweg eklig sind. Dieser Film ist definitiv nichts für schwache Nerven. Schade ist, dass es keine einheitliche Narration gibt. Während zu Beginn des Films Simon Newton als Ich-Erzähler auftaucht, der den Zuschauer direkt anspricht, verschwindet dieser im Verlauf des Films. Auch eine mögliche Rahmung (Simon am Anfang und Simon in der letzten Szene des Films) wurde nicht vorgenommen.

Ein toller Film, der das Gehirn ordentlich durchpustet (4.5/6)

Trailer zum Film

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