Ich bin ja so müde. Ich habe heute nacht nur fünf Stunden geschlafen und habe mich völlig übermüdet heute morgen zum Ticketschalter geschleppt. Die Schlange war heute noch länger als sonst schon. Ich überlege, ob ich morgen nicht schon eine Viertelstunde früher dort sein sollte. Aber dann muss ich noch früher aufstehen. Für morgen habe ich drei Karten ergattern können, allerdings nicht für Nymphomaniac, bei dem sofort alle zwei Vorstellungen ausverkauft waren. Der erste Film des Tages war Die geliebten Schwestern von Dominik Graf, ein Film über Friedrich Schiller und seine Liebe zu zwei Schwestern. Für eine Bauhaus-Studentin also ein Muss. Vor dem Friedrichstadt-Palast, dann wieder ein gewohntes Bild…

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Hab mich trotzdem irgendwie nach vorne gemogelt und saß zum ersten Mal im Friedrichstadt-Palast in der Mitte. Yes! Der Film war drei Stunden lang und gegen Ende tat das Sitzfleisch etwas weh. Danach bin ich wieder ins Hostel. In erster Linie um zu Schlafen und die restlichen Postkarten zu schreiben. Man kommt echt zu nix. Ich soll bis Dienstag bis zum nächsten Meeting unserer Seminargruppe 2-3 Filmkritiken fertig haben. Wann ich die schreiben soll, ist mir schleierhaft. Erstmal schlafen. Ring. Irgendwann hat mich dann mein Handyalarm geweckt. Ich habe selten so wirr geträumt. Ich kann mich nicht mehr an alles erinnern, aber es war ein heilloses Durcheinander. Danach bin ich wieder zum Friedrichsstadt-Palast. Um 18 Uhr lief The Monuments Men, den ich so la-la fand. Im Anschluss traf ich noch eine Kommilitonin aus meinem Kurs und zusammen haben wir uns dann die 180-minütige Verfilmung von The Turning gegeben. Bei der Platzsuche haben wir dann Folgendes gesehen…

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Plätze für Herr der Ringe-Schnuckel David Wenham und Matrix-und-auch-sonst-Bösewicht vom Dienst Hugo Weaving. Was ich nicht wusste, diese Vorführung war die Europapremiere von The Turning. Nach einem Eröffnungsapplaus kamen auch alle hintereinander reingetrabt. Der Film selbst war echt eine Zumutung. Am Ende saßen nur noch die Hälfte der Zuschauer von 3 Stunden vorher im Saal. Echt blamabel. Der Film bestand aus 17 Kurzgeschichten und so haben mehrere Regisseure jeweils ein Kapitel verfilmt. Die einzelnen Kurzfilme waren gar nicht mal schlecht und visuell sehr ansprechend, aber diese Marathon-Sitzung hat es echt unerträglich gemacht. Cast und Crew nahmens gelassen. Sie haben sich nochmal kurz am Ende des Films feiern lassen und sind dann nachhause. Meine Kommilitonin und ich auch. Gute Nacht!

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Der Cast von „The Turning“
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