Ohne Medikamente und ohne Plan

Die HANGOVER-Trilogie hat die meisten Hauptdarsteller weltweit berühmt gemacht, allen voran natürlich Zach Galifianakis und Schönling Bradley Cooper. Nun soll der Spaß seinen Abschluss finden. Die Handlung beginnt aber nicht mit dem namensgebenden Kater sondern mit einem Todesfall in der Familie Garner. Alans (Zach Galifianakis) Vater ist gestorben und im Rahmen einer Sinnkrise hat er seine ADHS-Medikamente abgesetzt. Es ist offensichtlich: Alan muss geholfen werden. Nach kurzem Wiederwillen lässt sich Alan überreden in Therapie zu gehen. Seine Freunde Stu (Ed Helms), Doug (Justin Bartha) und Phil (Bradley Cooper) sollen ihn in ein Therapiezentrum nach Arizona bringen. Auf dem Weg dorthin werden sie aber brutal von der Straße gedrängt. Dahinter steckt Ganove Marshall (John Goodman), der eigentlich hinter Leslie Chow (Ken Jeong) her ist. Dieser ist aus seinem Gefängnis in Bangkok ausgebrochen und hat von Marshall Gold im Wert von 21 Millionen Dollar gestohlen. Nachdem Alan nach wie vor noch Kontakt mit Chow hat, beauftragt er jetzt die Freunde ihm Leslie auszuliefern. Als Geisel behält er Doug. Die Suche nach Chow führt die verbliebenen Freunde nach Mexico und an den Ursprung allen Übels: nach Las Vegas.

Legt euch nicht mit Goodman an -  © Warner Bros.
Legt euch nicht mit Goodman an – © Warner Bros.

Der Schwerpunkt liegt in diesem Film eindeutig auf Alan. Er ist derjenige, der seine Medikamente absetzt, Kontakt zu Chow hält und  sich schließlich verliebt in die Pfandleiherin Cassie (Melissa McCarthy). Um all das wird ein Geschichte konstruiert, die sich inhaltlich wieder stark auf die Vorgängerfilme bezieht. So treffen sie die Stripperin Jade (Heather Graham) und ihren inzwischen gewachsener Sohn Tyler (Grant Holmquist) wieder, wie auch „Black Doug“ (Mike Epps). All das wirkt wie ein Klassentreffen, mehr noch ein Kindergeburtstag für Erwachsene. Und ja, hier und da sind die Witze sogar richtig stark. Wenn Mr. Chow sich im Drogenrausch vom Balkon stürzt und R. Kelly’s „I believe i can fly“ singt, oder Alan eine Giraffe köpft, trifft der Brachialhumor der Reihe mitten ins Schwarze. Auch die zahlreichen Actionsszenen wie Alans und Phils Abseilen vom Dach des Caesar’s Palace sorgen für Spannung.  Trotzdem bleibt die Geschichte wieder sehr einfach gestrickt. Im Prinzip ist THE HANGOVER PART III nur der warme Aufguss der vorangegangenen  Filme. Doug wird wieder von der Gruppe isoliert, Leslie Chow verursacht wieder Probleme und die Freunde versuchen wieder aus dem ganzen Schlamassel herauszukommen. Das hat man alles schon gesehen und ist wenig innovativ.

Mittelmäßiger Abschluss der Trilogie(3/6)


Trailer zum Film

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